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Zehn Tipps für inspirierende Präsentationen

January 2016

Zehn Tipps für inspirierende Präsentationen

Langweilige Vorträge mit unzähligen textlastigen PowerPoint-Folien, lieblos aneinandergereihten Fakten und dazu ein Referent, der seinen Text mit einschläfernder Stimme abliest? Das muss nicht sein! Dass Vorträge durchaus unterhaltsam, informativ und sogar inspirierend und mitreißend sein können, beweisen die TED(x)-Talks. Mit den folgenden zehn Tipps können auch Sie inspirierende Präsentationen im TEDx-Stil halten. Probieren Sie es aus!

  1. Beginnen Sie mit außergewöhnlichen Idee
    Teilen Sie in Ihrem Vortrag eine große Vision oder eine neue Idee. Wählen Sie einen starken ersten Satz und überraschen Sie damit Ihre Zuhörer. Beginnen Sie zum Beispiel mit einer starken „Warum“-Frage („Die ganze Welt ist mittlerweile digital und vernetzt. Warum sind die Prozesse an unseren Universitäten eigentlich noch immer analog und linear?“). „Warum“-Fragen sind nämlich stärker als „Wie“-Fragen und erzeugen Spannung.
  2. Seien Sie ganz Sie selbst
    Erzählen Sie den Zuhörern von Ihren Träumen und Leidenschaften, aber auch von Ihren Ängsten und Fehlschlägen. Menschen wirklich überzeugen und inspirieren kann man nur, wenn man seine menschliche Seite zeigt, und dazu gehören auch Sorgen und Zweifel. Indem Sie davon und von Ihren Fehlschlägen erzählen, werden sich die Zuhörer mit Ihnen und Ihrer Geschichte identifizieren können.
  3. Legen Sie Ihren Fokus auf eine einzige Botschaft
    Wählen Sie eine einzige starke Idee für Ihren Vortrag. Fragen Sie sich dazu: Was ist die eine Kernaussage, die eine Botschaft, die hängenbleiben soll? Worüber sollen die Zuhörer nach Ihrem Vortrag sprechen? Gestalten Sie den Vortrag so, dass er die menschlichen Grundbedürfnisse anspricht: Liebe und Zugehörigkeit, Eigennutz und Begehren, Wachstum und Lernen, sowie Veränderung und Hoffnung.
  4. Denken Sie schon am Anfang an das Ende
    Damit Ihr Vortrag den Zuhörern im Gedächtnis bleibt, wählen Sie einen Slogan oder ein Schlagwort, das ihn zusammenfasst. Das geht oft am besten mit einem „Call to Action“ am Ende des Vortrags. Dieser kann als Frage formuliert sein („Was hindert Sie daran, X auszuprobieren?“) oder sich direkt als Aufforderung an die Zuhörer richten („Fragen Sie sich: Was kann ich tun, um…?“). Ein „Happy End“ zum Abschluss wirkt motivierend, während ein Scheitern wichtige Lehren vermitteln kann.
  5. Treten Sie mit Ihren Zuhörern in Verbindung
    Ein guter Vortrag sollte beide Gehirnhälften ansprechen. Daten, Zahlen, Fakten, Strategien, Techniken und Ratschläge sprechen die linke Gehirnhälfte an, Handlungen und Geschichten dagegen die rechte, kontextorientierte Hälfte des Gehirns. Versuchen Sie die Auffassung Ihrer Zuhörer über einen Sachverhalt zu ändern, ihre Unterstützung für etwas zu erhalten oder zum Ändern ihres Verhaltens beizutragen. Nehmen Sie sie daher mit auf eine emotionale Reise. Zitieren Sie Fakten, um Ihre Glaubwürdigkeit zu demonstrieren und die skeptische linke Gehirnhälfte zu überzeugen. Kombinieren Sie die Fakten mit emotionalen Geschichten, um die rechte Gehirnhälfte anzusprechen. Setzen Sie Zahlen so ein, dass Sie einen emotionalen Bezug zum Zuhörer schaffen. Sagen Sie zum Beispiel nicht: „20 Millionen Deutsche leiden an Herzkrankheiten“, sondern: „Schauen Sie sich hier im Raum um. Einer von Vier hier wird im Laufe seines Lebens herzkrank werden und daran sterben.“
  6. Vereinfachen Sie komplizierte Sachverhalte
    Seien Sie konkret und verwenden Sie Beispiele. Nutzen Sie Metaphern und visuelle Wörter statt abstrakter Sprache. Wenn Sie zum Beispiel über zu hohen Fleischkonsum sprechen, sagen Sie nicht: „Das Thema stellt die Menschheit vor große Herausforderungen“ oder: „Zu viele Menschen essen noch Fleisch“, sondern sprechen Sie die Zuhörer direkt an und verwenden Sie eine ausdrucksstarke Sprache.
  7. Spielen Sie nicht den Helden
    Wenn Sie sich selbst als der Held Ihrer Geschichte präsentieren, werden die Leute schnell das Interesse an Ihnen und Ihrem Vortrag verlieren. Machen Sie stattdessen jemand Anderen zum Helden Ihrer Geschichte (z.B. einen Mentor, einen Freund, einen Kommilitonen, den Busfahrer, einen Fremden auf der Straße).Versuchen Sie einfach, auf der Reise durch Ihre Geschichte der „Guide“ für die Zuhörer zu sein.
  8. Lesen Sie nicht ab
    Merken Sie sich die Meilensteine Ihres Vortrags, so dass Sie frei sprechen und immer wieder zu diesen Meilensteinen zurückkommen können. Als Gedächtnisstütze können Sie kleine Notizkarten mit Spiegelstrichen verwenden. Ihre visuellen Materialien sollten kaum Text haben, damit der Text nicht zu Ihnen in Konkurrenz tritt. Am besten sind Fotos und Gegenstände zur Illustration, übersichtliche Grafiken sind auch in Ordnung. Drehen Sie sich aber nie zur Leinwand hinter Ihnen um!
  9. Setzen Sie sich ein Zeitlimit
    Falls es keine externe Zeitvorgabe gibt, setzen Sie sich selbst eine und halten Sie sich streng daran. Das zwingt Sie dazu, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und die Dramaturgie Ihres Vortrags im Blick zu haben.
  10. Üben Sie so oft wie möglich
    Proben Sie Ihren Vortrag im Vorfeld möglichst oft – für Ihr Timing und den maximalen Effekt auf Ihre Zuhörer!

Lassen Sie sich inspirieren! Unsere TED-Talk-Empfehlungen:

Ein Gastbeitrag von Christopher Kabakis, TEDxBerlin

 

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